Johann Ludwig Bach
Die Weisheit kömmt nicht in eine boshafte Seele (JLB14)
Cantate
Geschreven voor Zondag Cantate
Voor het eerst uitgevoerd: 1715?
Libretto: Ernst Ludwig I von Sachsen-Meiningen
Solisten SATB koor SATB orkest str ob1,2 cont
Totaal 7 delen, 2 koorwerken, 1 koraal
door J.S.Bach uitgevoerd op 19/5/1726
downloads uitleg
Bespreking
1. Koor
SATB, strijkers, hobo 1/2, continuo
| Die Weisheit kömmt nicht in eine boshafte Seele | Vertaling op verzoek beschikbaar. |
| und wohnet nicht in einem Leibe der Sünden unterworfen. |
2. Recitatief
tenor
| Wie stehen Tag und Finsternis zusammen, | |
| wie stimmt der Sonne Licht mit Nächten überein? | |
| So, wie der Weisheit Strahl | |
| und klare Himmelsflamme mit Sinnen, | |
| die allhier woll'n Erdenschatten sein. | |
| Sollt' Gottes höchster Glanz | |
| in Nebelsich verhüllen | |
| und seiner Allmacht Schein | |
| im dunklen Scheffel stehn? | |
| Er will vielmehr mit Preis | |
| dies ganze Rund erfüllen | |
| und seinen Gegenschein | |
| in reiner Seelen sehn. |
3. Aria
tenor
| Licht und Recht | |
| muss die Brust der Seelen weisen, | |
| soll sie als ein treuer Knecht | |
| geistlich Gottes Priester heißen | |
| und zu seines Namens Ruhm | |
| treten in sein Heiligtum. |
4. Arioso
bas
| Wenn derselbige kommt, | |
| der die Welt wird strafen um die Sünde, | |
| um die Gerechtigkeit, um das Gericht. |
5. Aria
sopraan
| Streu ein Fünklein reiner Flammen, | |
| die von deiner Weisheit stammen | |
| und von deiner Gnaden Schein, | |
| Höchster, meiner Seelen ein. | |
| Alle Fehler auszuschaffen, | |
| eh' dein Geist die Welt wird strafen. |
6. Recitatief
sopraan, alt
| Wie kann ich sonst vor seinem Recht bestehn? | |
| Zwar Christus ist gekommen | |
| und hat mein Fleisch an sich, | |
| die Schuld hinweggenommen. | |
| Was aber ist von mir geschehn? | |
| Tu ich was göttlich ist, | |
| flieh' ich die Sündenflecken? | |
| Will sich mein träger Geist | |
| nach guten Werken strecken? | |
| Steh ich von Fleischesschwachheit auf? | |
| Folg ich nicht mehr verlorner Seelen Hauf? | |
| Der Glaube wankt, die Liebe will erkalten. | |
| Sollt' ich mit deinem Geist | |
| hierüber Rechnung halten, | |
| so würde meine Schuld noch vielmals größer sein. |
7. Koraal
SATB, strijkers, continuo
| O, du allersüß'ste Freude! | |
| O, du allerschönstes Licht! | |
| Der du uns in Lieb und Leide | |
| unbesuchet lässest nicht. | |
| Geist des Höchsten, höchster Fürst, | |
| der du hälst und halten wirst | |
| ohn' Aufhören alle Dinge, | |
| höre, höre, was ich singe! | |
| Du bist heilig, lässt dich finden, | |
| wo man rein und sauber ist, | |
| fliehst hingegen Schand' und Sünden | |
| wie die Tauben Stank und Mist. | |
| Mache mich, o Gnadenquell | |
| Durch dein Wasser rein und hell. | |
| Lass mich fliehen, was du fliehest, | |
| gib mir, was du gerne siehest. |