Eduard van Hengel

Johann Sebastian Bach vocale werken

Johann Sebastian Bach

Ich steh an deiner Krippen hier

geestelijk lied, BWV 469

Tekst: Paul Gerhardt (1653)

Vertaling: Ria van Hengel

Algemene toelichting

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Bespreking

1. Aria

1. Ich steh an deiner Krippen hier, 1. Ik sta hier bij jouw kribbe
o Jesulein, mein Leben, o Jezus, mijn leven;
ich stehe, bring und schenke dir, ik sta hier en breng en schenk je
was du mir hast gegeben. wat jij mij hebt gegeven.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Neem het aan, het zijn mijn geest en mijn verstand,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin mijn hart, ziel en gemoed, neem het allemaal
und laß dirs wohlgefallen. en laat het je behagen!


5. Ich sehe dich mit Freuden an 5. Ik kijk met vreugde naar je
und kann mich nicht satt sehen, en kan er niet genoeg van krijgen,
und weil ich nun nicht weiter kann, en omdat ik nu niet verder kan,
so tu ich, was geschehen. doe ik wat er is gebeurd.
O daß mein Sinn ein Abgrund wär O, was mijn verstand maar een afgrond
und meine Seel ein weites Meer, en mijn ziel een ruime zee,
daß ich dich möchte fassen. zodat ik je zou kunnen omvatten.


9. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, 9. Waar haal ik de wijsheid en het verstand vandaan
mit Lobe zu erheben om de lof te zingen
die Äuglein, die so unverwandt van die oogjes, die zo onafgewend
nach mir gerichtet stehen; op mij gericht zijn;
der volle Mond ist schön und klar, de volle maan is mooi en helder,
schön in der güldnen Sternen Schar, mooi is de schare gouden sterren,
dies Äuglein sind viel schöner. maar deze oogjes zijn veel mooier.


14. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, 14. Maar één ding, hoop ik, zal je mij,
mein Heiland, nicht versagen, mijn Heiland, niet ontzeggen,
daß ich dich möge für und für dat ik jou aan één stuk door
in, bei und an mir tragen, in, bij en aan mij mag dragen,
so laß mich doch dein Kripplein sein, dus laat mij toch jouw kribbetje zijn,
komm, komm und lege bei mir ein kom, kom en leg in mij
dich und all deine Freuden. jouzelf en al je vreugden.

2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt
mein Adern und Geblüte,
dein schöner Glanz, dein süßes Bild
liegt mir stets in Gemüte,
und wie mag es auch anders sein?
Wie könnt ich dich, mein Herzelein,
aus meinem Herzen lassen?

3. Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast mich dir zu eigen gar,
eh ich dich kannt, erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht,
da hat dein Herze schon bedacht,
wie du mein wolltest werden.

4. Ich lag in tiefster Todesnacht,
du wurdest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht,
wie schön sind deine Strahlen.

6. Vergönne mir, o Jesulein,
daß ich dein Mündlein küsse,
das Mündlein, das den süßen Wein,
auch Milch und Honigflüsse
weit übertrifft in seiner Kraft,
es ist voll Labsal, Stärk und Saft,
der Mark und Bein erquicket.

7. Wann oft mein Herz im Leibe weint
und keinen Trost kann finden,
da ruft min zu: Ich bin dein Freund,
ein Tilger deiner Sünden.
Was traurest du, mein Fleisch und Pein,
du sollt ja guter Dinge sein,
ich zahle deine Schulden.

8. Wer ist der Meister, der allhier
nach Würdigkeit ausstreichet
die Händlein, so dies Kindlein mir
anlachende zureichet?
Der Schnee ist hell, die Milch ist weiß,
verlieren doch beid ihren Preis,
wenn diese Händlein blicken.

10. O daß doch so ein lieber Stern
soll in der Krippen liegen!
Für edle Kinder großer Herrn
gehören goldne Wiegen.
Ach! Heu und Stroh sind viel zu schlecht,
Samt, Seiden, Purpur wären recht,
dies Kindlein drauf zu legen.

11. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu,
ich will mir Blumen holen,
daß meines Heilands Lager sei
auf Rosen und Violen,
mit Tulpen, Nelken, Rosmarin
aus schönen Gärten will ich ihn
von obenher bestreuen.

12. Zur Seiten will ich hie und dar
viel weiße Lilien stecken,
die sollen seiner Äuglein Paar
im Schlafe sanft bedecken;
doch liebt vielmehr das dürre Gras
das Kindlein mehr als alles das,
was ich hie nenn und denke.

13. Du fragest nicht nach Lust der Welt,
noch nach des Leibes Freuden,
du hast dich bei uns eingestellt,
an unser Statt zu leiden,
suchst meiner Seelen Trost und Freud
durch allerhand Beschwerlichkeit,
das will ich dir nicht wehren.

15. Zwar sollt ich denken, wie gering
ich dich bewirten werde,
du bist der Schöpfer aller Ding,
ich bin nur Staub und Erde,
doch bist du so ein lieber Gast,
daß du noch nie verschmähet hast
den, der dich gerne siehet.